Mannheim, 02.01.2026
Übergriffe auf Fahrpersonal und beschädigte Straßenbahnen in der Silvesternacht
Ein verletzter Mitarbeiter, drei schwer beschädigte Straßenbahnen, eine demolierte Haltestelle sowie Schäden an einem Aufenthaltsraum: Das ist die Bilanz der Silvesternacht aus Sicht der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv).
An der Endstelle Schönau wurden drei Bahnen unter anderem mit Feuerwerkskörpern beschossen und mehrere Scheiben der Fahrzeuge eingeschlagen. Zudem wurde die dortige Haltestelleneinrichtung durch Randalierer nahezu vollständig zerstört. Auch der rnv-Aufenthaltsraum an der Endstelle wurde schwer beschädigt. An der Haltestelle Paradeplatz kam es zudem zu einem Angriff auf einen Stadtbahnfahrer, der dabei erheblich verletzt wurde. Er wurde im Krankenhaus behandelt, konnte dieses inzwischen jedoch wieder verlassen. Die Höhe des Schadens liegt nach ersten Schätzungen bei über Hunderttausend Euro.
„In der Silvesternacht sind Mitarbeitende der rnv angegriffen worden und es sind Stadtbahnen, Haltestellen und andere Einrichtungen aus dem Eigentum der Bürgerschaft beschädigt worden. Diesen sinnlosen und feigen Ausbruch von Gewalt verurteile ich auf das Schärfste“, erklärt Oberbürgermeister Christian Specht und betont: „Die Kolleginnen und Kollegen der rnv sind Tag und Nacht für uns alle im Dienst und halten die Stadt am Laufen, während andere unbeschwert feiern können. Ihnen gebühren unsere große Dankbarkeit und unser Respekt für ihre wertvolle Arbeit! Wer Feuerwehrleute, Rettungs- und Sicherheitskräfte oder andere Mitarbeitende des öffentlichen Diensts attackiert, der greift uns alle an. Der oder die Täter müssen ermittelt und nach den vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten hart bestraft werden. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die begrüßenswerte Initiative von Justizministerin Stefanie Hubig und Innenminister Alexander Dobrindt zum besseren Schutz von Einsatzkräften auch auf Mitarbeitende des öffentlichen Diensts ausgedehnt wird, die für das Gemeinwohl im Einsatz sind.“
„Wir sind in der Neujahrsnacht im Einsatz, um anderen Menschen ein entspanntes Feiern und einen gelungenen Jahreswechsel zu ermöglichen. Dass ausgerechnet rnv-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Opfer von brutalen Angriffen werden, macht uns fassungslos und wütend. Wir erwarten, wenn schon keine Dankbarkeit für unseren Dienst an der Allgemeinheit, dann zumindest mehr Respekt für unsere Kolleginnen und Kollegen“, so Martin in der Beek, technischer Geschäftsführer der rnv. „Wir wünschen unserem verletzten Kollegen gute Besserung und hoffen, dass auch alle anderen, die in dieser Nacht negative Einsatzerlebnisse hatten, dies schnell hinter sich lassen können“, ergänzt Christian Volz, kaufmännischer Geschäftsführer der rnv.