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Heidelberg, Ludwigshafen, Mannheim, 16.01.2026

Der Busbetrieb läuft wieder stabil

Die betriebliche Situation auf den Buslinien der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) entspannt sich aktuell. Nachdem es in den vergangenen Tagen vor allem im Heidelberger Verkehrsgebiet der rnv zu zahlreichen Fahrtausfällen auf fast allen Buslinien kam, läuft der Betrieb derzeit wieder stabil.

Grund für die Ausfälle der letzten Tage und Wochen waren verschiedene technische Störungen an den Bussen mit Wasserstoffbrennstoffzelle. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnten diese Probleme durch den Hersteller Daimler Buses noch nicht abschließend gelöst werden. Um die Ausfälle auszugleichen, hat die rnv Busse von Subunternehmern geliehen. Zudem konnte die rnv auch bei anderem Busunternehmen in der Region kurzfristig Fahrzeuge anmieten.

„Unser besonderer Dank gilt den Kollegen von PalatinaBus GmbH und der Verkehrsgesellschaft Gersprenztal, die uns hier sehr unbürokratisch unterstützen“, so Christian Volz, kaufmännischer Geschäftsführer der rnv. „Der Einsatz dieser Busse trägt aktuell maßgeblich zur Verbesserung der Situation bei.“ Da die angemieteten Fahrzeuge in der Regel nicht über die bei der rnv eingesetzte Kommunikationstechnik verfügen, gibt es bei diesen Bussen allerdings Einschränkungen bei Durchsagen im Fahrzeug und der Sichtbarkeit der Fahrten in den Fahrgastinformationssystemen der rnv. 

Auch die Verfügbarkeit der Wasserstoffbusse hat sich verbessert. Kältebedingte Schäden an Kompressoren der Fahrzeuge wurden größtenteils wieder instandgesetzt. Durch nächtliches Vorwärmen der Busse wird zudem die Gefahr reduziert, dass diese Schäden erneut auftreten. „Das ist jetzt erstmal eine Übergangslösung, bis die Fahrzeuge durch den Hersteller Daimler Buses entsprechend nachgerüstet sind“, so Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv. „Unser Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen aus unseren Werkstätten und aus unserem Fahrbetrieb, die alles in die Waagschale geworfen haben, um die Flotte so gut es geht am Laufen zu halten.“

Allerdings sind die Schäden an den Kompressoren nicht das einzige Problem, welches zu Ausfällen geführt hat. Mittlerweile gäbe es aber auch bei anderen Fehlern Anzeichen für eine Verbesserung. „Daimler Buses hat inzwischen auch weitere Lösungen für die Störungen gefunden und in den letzten Tagen an zahlreichen Bussen ein Softwareupdate durchgeführt“, so in der Beek weiter.  Dieses Update sorge zumindest aktuell für eine spürbare Verbesserung der Zuverlässigkeit. Während in den vergangenen Tagen zeitweise mehr als zwei Drittel der insgesamt 48 Fahrzeuge mit Wasserstoff-Rangeextender außer Betrieb waren, sind aktuell die meisten Busse wieder im Einsatz. In den kommenden Tagen sollen alle Busse mit der neuen Software ausgestattet sein. „Ob die Probleme durch dieses Update dauerhaft beseitigt sind, werden die nächsten Tage zeigen. Immerhin hat sich nun endlich etwas getan, denn die Situation in der letzten Zeit war für unsere Fahrgäste wie auch für unser Personal untragbar. Wir hoffen, dass die Fahrzeuge ab sofort störungsfrei ihren Dienst versehen.“