Mehr Komfort, mehr Sicherheit und bessere Anbindung für alle Menschen

Barrierefreier Ausbau Duale Hochschule

Der Haltepunkt Duale Hochschule an der Linie 5 in Mannheim Neuostheim wird umfassend modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver, sicherer und für alle Menschen zugänglich zu gestalten. Informationen über die Planungen und die Maßnahme finden Sie auf dieser Seite.

Was ist geplant?

Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) plant den barrierefreien Ausbau des Haltepunkts Duale Hochschule im Mannheimer Osten.

Das Vorhaben umfasst:

  • Neubau von zwei barrierefreien Bahnsteigen
  • Ersatz der Fußgängerbrücke durch eine ebenerdige Querung mit Ampelanlage
  • Verlegung des beschrankten Bahnübergangs Feudenheimer Fähre zum Haltepunkt Duale Hochschule
  • Verbesserte Anbindung für Rad- und Fußverkehr durch Zugang vom und zum Neckartalradweg
  • Bau von Bushaltestellen für den Schienenersatzverkehr
  • Modernisierung der technischen Infrastruktur

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Warum ist der Ausbau notwendig?

Aktuelle Situation

  • Kein barrierefreier Zugang von und zum Haltepunkt
  • Zugang nur über eine Treppenbrücke, die Menschen mit Kinderwagen, Rollator und im Rollstuhl nicht nutzen können
  • Bahnsteige zu schmal und zu niedrig, um stufenlos in Stadtbahnen einzusteigen
  • Kein taktiles Leitsystem für blinde und seh-eingeschränkte Menschen
  • Keine direkte Verbindung zum Neckartalradweg für Radfahrende

Ziele des Projekts

  • barrierefreie Anbindung vom und zum ÖPNV für alle Menschen
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit
  • bessere Erreichbarkeit der Dualen Hochschule und des benachbarten Gewerbegebiets mit Fahrrad und ÖPNV

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Die wichtigsten Maßnahmen im Detail

Barrierefreie Bahnsteige

  • Höhe: 30 cm für stufenfreien Einstieg
  • Breitere Bahnsteige für mehr Komfort
  • Ausstattung mit Wetterschutz, Beleuchtung, digitale Fahrgastinformation, taktiles Leitsystem

 

Neuer Zugang zum Haltepunkt

  • Rückbau der bestehenden Fußgängerbrücke
  • Neue ebenerdige, Ampel-gesicherte Querung der Seckenheimer Landstraße
  • Barrierefreier Zugang aus und in Richtung Duale Hochschule und benachbartem Gewerbegebiet, sowie zum Neckartalradweg

Verbesserungen für Rad- und Fußverkehr

  • Direkte Verbindung zum Neckartalradweg
  • Verbreiterung des Radwegs
  • Sichere Querungsmöglichkeiten

Verlegung des Bahnübergangs

  • Moderner beschrankter Bahnübergang nur für Wirtschaftsfahrzeuge, grundsätzlich geschlossen
  • Rückbau des bisherigen Übergangs Feudenheimer Fähre

Umwelt und Nachhaltigkeit

  • Minimierung versiegelter Flächen durch die Nutzung von Rasengittersteinen
  • Teilweise Entsiegelung bestehender Bereiche durch Rückbau des Übergangs Feudenheimer Fähre
  • Pflanzung von 23 neuen Bäumen
  • Zugang zum Naturschutzgebiet am Neckar nur für Wirtschaftsfahrzeuge des Grünflächenamts

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Häufig gestellte Fragen zur Maßnahme - FAQ

  • Barrierefrei bedeutet, dass alle Menschen – auch mit Einschränkungen – den Haltepunkt möglichst selbstständig nutzen können. Dazu gehören zum Beispiel:

    • stufenfreie Zugänge zum Bahnsteig ohne Treppen
    • ausreichend hohe Bahnsteige für einen möglichst stufenfreien Ein- und Ausstieg in und aus Bahnen.
    • gut sichtbare und verständliche Informationen durch moderne Dynamische Fahrgastinformationsanzeigen (DFI)
    • akustische Signale (z. B. an Ampeln oder DFI-Auskünfte) und taktile Leitsysteme für sehbeeinträchtigte Menschen

    Ziel ist es, dass der Haltepunkt ohne fremde Hilfe und ohne besondere Hindernisse genutzt werden kann. Hilfsmittel wie Rollstühle, Rollatoren oder Langstöcke sind dabei berücksichtigt.

  • Ja. Im Zuge des Ausbaus wird der Haltepunkt umfassend modernisiert und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Dazu gehören unter anderem:

    • breitere und übersichtlichere Bahnsteige
    • eine verbesserte Beleuchtung
    • moderne Fahrgastinformationen in Echtzeit
    • komfortablere Wartebereiche

    Damit wird der Haltepunkt nicht nur barrierefrei, sondern auch insgesamt attraktiver, sicherer und nutzerfreundlicher.

  • Die bestehende Fußgängerbrücke wird zurückgebaut, weil sie keinen barrierefreien Zugang ermöglicht. Aufgrund ihrer Bauweise – insbesondere der Treppen und des engen Querschnitts – kann sie nicht sinnvoll umgebaut oder durch zusätzliche Aufzüge ergänzt werden.

    Stattdessen wird eine neue, ebenerdige Querung für Fahrgäste und Radfahrende gebaut, die durch Ampeln gesichert ist. Diese ist für alle Menschen besser nutzbar und ermöglicht einen einfachen, sicheren und barrierefreien Zugang zum Haltepunkt.

  • Selbstverständlich kann es während der Bauzeit zeitweise zu Einschränkungen im ÖPNV kommen. Diese werden jedoch so gering wie möglich gehalten. Dafür haben wir vorbereitende Maßnahmen zur Stabilisierung des Bahnverkehrs getroffen. Es sind keine längeren Vollsperrungen geplant. Der Betrieb kann größtenteils weiterlaufen – in der Regel eingleisig.

    Sollten dennoch Einschränkungen notwendig sein, werden kurzfristig Ersatzangebote eingerichtet und die Fahrgäste auf den üblichen Wegen informiert. Ziel ist es, die Auswirkungen für Fahrgäste möglichst gering zu halten.

  • Nein. Der neue Bahnübergang wird mit moderner Technik ausgestattet und erfüllt höchste Sicherheitsstandards.

    Er wird durch Ampeln, akustische Warnsysteme und Schranken gesichert. Dadurch ist er deutlich sicherer als die heutige Situation mit der engen Fußgängerbrücke und den steilen Treppen. Zusätzlich wird der Bahnübergang so angeordnet, dass die Schranken möglichst kurz geschlossen bleiben. Dadurch kommt es zu weniger Wartezeiten und die Situation bleibt gut überschaubar.

  • Der bestehende Bahnübergang „Feudenheimer Fähre“ entspricht heute nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen. Die Platzverhältnisse sind sehr eng und die Übersicht ist eingeschränkt. Außerdem ist die Anlage technisch veraltet und nicht für einen langfristig sicheren Betrieb ausgelegt.

    Eine Modernisierung am heutigen Standort wäre zwar grundsätzlich möglich, würde jedoch erhebliche Eingriffe in die Natur erfordern. Deshalb wird der Bahnübergang an den Haltepunkt verlegt. Das hat mehrere Vorteile:

    • höhere Sicherheit durch moderne Technik
    • bessere Übersicht für alle Verkehrsteilnehmenden
    • geringere Eingriffe in Natur und Landschaft
    • zusätzliche Verbesserung für Fahrgäste und Radverkehr

    So wird eine Lösung geschaffen, die sowohl sicherer als auch umweltverträglicher ist als ein Umbau des bestehenden Bahnübergangs.

  • Der Neckartalradweg wird im Bereich des neuen Bahnübergangs verbreitert, damit sich dort Radfahrende und vereinzelt auch Fahrzeuge sicher begegnen können. Die Nutzung durch Fahrzeuge wird weiterhin nur selten und nur für Berechtigte erfolgen, beispielsweise durch Wirtschaftsfahrzeuge des städtischen Grünflächenamts bei notwendigen Maßnahmen im Naturschutzgebiet. Trotzdem ist mehr Platz notwendig, um Konflikte zu vermeiden.

    Für die Verbreiterung werden bewusst Rasengittersteine eingesetzt. Diese haben den Vorteil, dass:

    • weniger Fläche versiegelt wird
    • Regenwasser besser versickern kann
    • der Eingriff in die Natur möglichst gering bleibt

    Die bestehende asphaltierte Fahrbahn des Radwegs bleibt erhalten und kann weiterhin wie gewohnt genutzt werden. So wird der Radweg insgesamt sicherer und gleichzeitig möglichst umweltverträglich gestaltet.

  • Ja, im Zuge der Baumaßnahme müssen einige Bäume entfernt werden. Dabei handelt es sich vor allem um Bäume in der Nähe des bestehenden Haltepunkts, die bereits in einem stark genutzten Bereich stehen und nicht im Bereich des Naturschutzgebiets. Gleichzeitig wird großer Wert auf einen Ausgleich und eine ökologische Aufwertung gelegt:

    • Die entfernten Bäume werden durch Neupflanzungen ersetzt.
    • Entlang der Seckenheimer Landstraße wird eine neue Baumreihe mit Alleecharakter gepflanzt.
    • Zusätzlich werden weitere Bäume im Rahmen des städtischen „1000-Bäume-Programms“ gepflanzt.

    Außerdem werden an anderer Stelle Flächen entsiegelt und naturnah gestaltet. Insgesamt wird darauf geachtet, Eingriffe möglichst gering zu halten und Natur und Landschaft langfristig aufzuwerten.

  • Die gemeinsame Führung von Fußgängerinnen, Fußgängern und Radfahrenden an der Ampel ist die sinnvollste und sicherste Lösung vor Ort. Andere Varianten wurden ebenfalls geprüft. Sie hätten aber Nachteile mit sich gebracht: zum Beispiel zu wenig Platz zum Warten, unübersichtliche Wegeführungen oder mehr Eingriffe in die Natur.

    Mit der gewählten Lösung entsteht:

    • eine klare und gut erkennbare Querung
    • ausreichend Platz für alle Verkehrsteilnehmenden
    • eine übersichtliche Situation ohne komplizierte Wege

    Der Bereich ist insgesamt nicht stark belastet. In den meisten Fällen können alle ihn problemlos gemeinsam nutzen. Wichtig ist – wie im Straßenverkehr üblich – gegenseitige Rücksichtnahme. Zusätzlich wird die Querung großzügig gestaltet, sodass genügend Raum vorhanden ist.

  • Die Ausbaupläne erfüllen zahlreiche wichtige Kriterien der Barrierefreiheit, sodass der Haltepunkt Duale Hochschule künftig von allen Menschen möglichst selbstständig genutzt werden kann. Konkret bedeutet das:

    • Stufenfreier Einstieg: Die neuen Bahnsteige haben eine angepasste Höhe, sodass ein Ein- und Ausstieg ohne Stufe möglich ist.
    • Barrierefreie Zugänge: Der Zugang erfolgt künftig ebenerdig – ohne Treppen. Statt der bisherigen Brücke wird eine gesicherte Ampelquerung eingerichtet. Zusätzlich gibt es einen barrierefreien Zugang vom Neckartalradweg.
    • Rampen statt Hindernisse: Die Bahnsteige sind über flache Rampen erreichbar, sodass sie auch mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Fahrrad gut genutzt werden können.
    • Leitsysteme für alle: Taktile Bodenleitsysteme helfen sehbeeinträchtigten Menschen bei der Orientierung. Ergänzt wird dies durch akustische Signale und gut verständliche Fahrgastinformationen.
    • Barrierefreie Informationen: Digitale Anzeigen bieten Echtzeitinformationen und können wichtige Inhalte auch akustisch ausgeben.
    • Barrierefreie Querungen: Die Überwege werden so gestaltet, dass sie für unterschiedliche Bedürfnisse geeignet sind – zum Beispiel mit abgesenkten Bordsteinen.
    • Barrierefreie Haltestellen für Ersatzverkehr: Auch die Bushaltestellen für mögliche Ersatzverkehre werden entsprechend ausgestattet.

    Damit entsteht ein Haltepunkt, der für alle Menschen gut erreichbar, sicher und komfortabel nutzbar ist.

  • Ja. Die geplanten SEV-Bussteige sind so gestaltet, dass ein barrierefreier Ein- und Ausstieg möglich ist. Die Bordsteinkante hat eine Höhe von 18 cm – das ist ein gängiger Standard für barrierefreie Bushaltestellen. Die Busse der rnv sind mit der sogenannten “Kneeling”-Technik ausgestattet. Das bedeutet: Sie neigen sich beim Halten dem Bussteig entgegen, um einen möglichst stufenfreien Ein- und Ausstieg zu ermöglichen. Zusätzlich verfügen die Busse der rnv über ausklappbare Rampen, die beim Ein- und Ausstieg eingesetzt werden können. Dadurch können auch Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen die Busse sicher und bequem nutzen. Die Lösung entspricht den geltenden technischen Vorgaben und Empfehlungen für barrierefreies Bauen im öffentlichen Raum – und ist damit eine praxisbewährte und zuverlässige Lösung.