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Heidelberg, 22.10.2026

Neugestaltung der Dossenheimer Landstraße: Feierlicher Abschluss der Baumaßnahme mit Sonderfahrt und Dola-Fest 

Die Projektpartner Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), Stadt Heidelberg und Heidelberger Straßen- und Bergbahngesellschaft (HSB) haben am heutigen 23. Oktober 2026 zusammen mit geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie der Bürgerschaft die erfolgreiche Neugestaltung der Dossenheimer Landstraße gefeiert. Beim begleitenden Dola-Fest verliehen Heidelberger Vereine, Institutionen und Unternehmen dem Baustellenabschluss einen besonderen Rahmen. Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit wird die wichtigste Verkehrsachse im Heidelberger Norden im Laufe des Montags, 26. Oktober 2026, wieder zur Verfügung stehen. 

Mit einer gemeinsamen Sonderfahrt entlang der neugestalteten Strecke haben die Projektpartner heute die Fertigstellung der Dossenheimer Landstraße gefeiert. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, der beteiligten Unternehmen und von Interessengruppen sowie Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, die erneuerte Straßenbahnstrecke mit zwei barrierefreien Haltestellen erstmals gemeinsam in voller Länge zu erleben. Bereits ab 12 Uhr hatten der Handwerker- und Gewerbeverein Handschuhsheim (HGV) und die Stadt Heidelberg zu einem Bürgerfest entlang der Dossenheimer Landstraße eingeladen. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich über das abgeschlossene Projekt informieren, mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen und die zwei barrierefreien Haltestellen, neugestalteten Straßenräume, Geh- und Radwege sowie Baumpflanzungen vor Ort in Augenschein nehmen. 

Feierlicher Abschluss eines Großprojekts 

Mit dem Abschluss der Baumaßnahme endet eines der größeren Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre in Heidelberg. Seit dem Baubeginn im März 2024 wurde die rund einen Kilometer lange Strecke zwischen Hans-Thoma-Platz und Fritz-Frey-Straße in sechs Bauphasen grundlegend erneuert. Ziel war es, die Verkehrsinfrastruktur fit für die Zukunft zu machen und die Bedingungen für Fahrgäste, Anwohnende, Gewerbetreibende sowie alle Verkehrsteilnehmenden gleichermaßen zu verbessern.

Für die Stadt Heidelberg war die Baumaßnahme zugleich eine Gelegenheit, den öffentlichen Straßenraum in Handschuhsheim umfassend zu erneuern. Neben der Fahrbahn wurden Geh- und Radwege neu gestaltet, die unterirdische Versorgungsinfrastruktur modernisiert und insgesamt 19 neue Bäume gepflanzt. Im Bereich am Hans-Thoma-Platz erfolgte ein barrierefreier Ausbau einschließlich der Erneuerung der dortigen Ampelanlage. Auch der Verkehrsknotenpunkt Dossenheimer Landstraße/Fritz-Frey-Straße wurde u.a. durch barrierefreie Querungshilfen und eine neue Ampelanlage modernisiert. Die Begleitung der Anwohnenden und Gewerbetreibenden spielte während der Bauzeit eine wichtige Rolle. Beim Runden Tisch der Gewerbetreibenden suchten Stadt, rnv und örtliches Gewerbe regelmäßig gemeinsam nach Lösungen für die Herausforderungen des Baustellenalltags.

Die Neugestaltung wurde gemeinsam von der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), der Stadt Heidelberg und den Stadtwerken Heidelberg umgesetzt. Dabei konnten der Straßenbahnbetrieb und der Individualverkehr während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden. Lediglich während der Umbauphasen zwischen den Bauabschnitten wurden die Bahnen durch Busse ersetzt. Durch die Unterteilung in kleinteilige Bauabschnitte konnten den Anliegern zudem langfristige Zufahrtssperrungen erspart werden.

Inbetriebnahme Haltestelle Burgstraße und Öffnung der Dossenheimer Landstraße

Am Montag, 26. Oktober, geht die Haltestelle Burgstraße nach zweieinhalb Jahren Sperrung wieder in Betrieb. Sie wird wie bereits seit Mitte September weiterhin von den Straßenbahnlinien 5 und 21 bedient. Die Buslinie 38 kehrt dann auf ihren regulären Linienweg mit Start- und Endhaltestelle Hans-Thoma-Platz zurück.

Im Laufe des Montags wird die Dossenheimer Landstraße wieder in beiden Fahrtrichtungen befahrbar sein. Die Umleitung des motorisierten Individualverkehrs in Richtung Süden über Fritz-Frey-Straße, Im Weiher und Zeppelinstraße sowie die Fahrradumleitung werden sukzessive zurückgebaut.

Stimmen zum Projekt 

Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg 

„Die Dossenheimer Landstraße ist mehr als eine wichtige Verkehrsverbindung. Sie ist auch ein Ort, an dem Menschen wohnen, arbeiten und einkaufen. Mit der umfassenden Erneuerung haben wir eine wichtige Grundlage für die Zukunft Handschuhsheims geschaffen. Die vergangenen zweieinhalb Jahre haben gerade den Anwohnenden und Gewerbetreibenden viel Geduld abverlangt. Ihnen gilt mein besonderer Dank. Dass wir dieses große Projekt gemeinsam mit unseren Partnern erfolgreich abschließen konnten, ist auch das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit und eines offenen Austauschs während der gesamten Bauzeit.“

Stefan Heß, Ministerialdirigent im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg 

„Die Dossenheimer Landstraße zeigt, wie ein modernes Mobilitätsangebot funktioniert: eine leistungsfähige Straße, barrierefreie, sichere und zuverlässige Anbindung an den ÖPNV, breitere Fußwege, neue Querungen und einer durchgehenden Radverkehrsführung. Hier ist ein rundum erneuerter Verkehrsraum entstanden, der dieses Miteinander der vielfältigen Mobilitätsbedürfnisse ermöglicht. Das Land hat dafür 19,5 Mio. Euro Fördermittel bereitgestellt. Dank dem Engagement von Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), der Stadt Heidelberg, der Stadtwerke Heidelberg, der Heidelberger Straßen- und Bergbahn GmbH (HSB) und des Regierungspräsidiums ist daraus dieses Vorzeigeprojekt geworden. Das Vorhaben zeigt: Gemeinsam können wir viel für die Menschen bewegen.“

Michael Jäger, Geschäftsführer der Heidelberger Straßen- und Bergbahn GmbH (HSB) 

„Mit der neugestalteten Dossenheimer Landstraße haben wir gemeinsam eine moderne, barrierefreie und zukunftsfähige Infrastruktur geschaffen. Die HSB hat als Eigentümerin der Heidelberger Straßenbahninfrastruktur die Investitionen in Gleise und Haltestellen getragen und das Fördermittelmanagement sowie das Projektcontrolling übernommen. Gleichzeitig haben die Stadtwerke Heidelberg Netze das Leitungsnetz erneuert und mit dem Ausbau der Fernwärme die nachhaltige Wärmeversorgung im Quartier gestärkt. Mein Dank gilt dem Land Baden-Württemberg für die Förderung sowie allen Projektbeteiligten, Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbetreibenden und Fahrgästen für ihren Einsatz, ihre Geduld und ihr Verständnis während der Bauzeit.“ 

Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) 

„Mit der pünktlichen Fertigstellung dieser anspruchsvollen Baumaßnahme übergeben wir dem Stadtteil eine moderne, zukunftsfähige ÖPNV-Infrastruktur und eine rundum erneuerte Dossenheimer Landstraße. Gemeinsam mit den Projektbeteiligten ist es uns gelungen, die Erneuerung 'von Hauskante zu Hauskante' in einem Schritt umzusetzen und damit viele Einzelmaßnahmen effizient zu bündeln. Besonders freuen wir uns darüber, dass bereits heute rund 14.500 Fahrgäste täglich im ÖPNV auf der Dossenheimer Landstraße unterwegs sind. Trotz der Bauarbeiten konnten wir Dank des verdichteten Angebotes in die Region sogar einen Fahrgastzuwachs von fünf Prozent verzeichnen.“

Carmen Niebel, Erste Vorsitzende des Handwerker- und Gewerbevereins Handschuhsheim (HGV), Inhaberin Modehaus Niebel

„Die Dossenheimer Landstraße war in den vergangenen zweieinhalb Jahren weit mehr als eine Baustelle. Sie war Gesprächsthema, Geduldsprobe und vermutlich der Grund, warum wir alle die Nebenstraßen von Handschuhsheim inzwischen besser kennen als unser eigenes Wohnzimmer. Aber sie hat auch gezeigt, wie viel Zusammenhalt in unserem Stadtteil steckt.“

Zahlen und Fakten zum Projekt 

Im Zuge der Arbeiten wurden rund zwei Kilometer neue Straßenbahngleise (entspricht 1 km Streckenlänge), zwei barrierefreie Haltestellen und eine neue Fahrleitungsanlage gebaut. Darüber hinaus wurden rund 12.700 Kubikmeter Erdreich bewegt, 8.045 Quadratmeter Asphalt zurückgebaut sowie die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Dazu zählen unter anderem 700 Meter Wasserleitung, 650 Meter Fernwärmeleitung, 600 Meter Gasleitung und 300 Meter neuer Abwasserkanal. Ergänzend wurden 12,8 Kilometer Leerrohre für die zukünftige technische Infrastruktur verlegt. Im Straßenraum wurden mit Geh- und Fahrradwegen sowie die Asphaltierung erneuert. Zwölf Baumpflanzungen im Straßenverlauf werten das Straßenbild auf. Weitere Bäume wurden im Bereich der Wendeanlage gepflanzt.

Intensive Kommunikation begleitete die Baumaßnahme. Während der Maßnahme fanden rund 130 Baubesprechungen, fünf Informationsveranstaltungen für Anwohnende und Gewerbetreibende und rund 20 Sitzungen des Runden Tischs der Gewerbetreibenden statt. Mehr als 55 Anwohnerinformationen mit insgesamt rund 27.500 gedruckten Seiten wurden durch die rnv verteilt. Zwei Baustellenbeauftragte standen in über 9.000 Kontakten mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbebetrieben im persönlichen Austausch – per E-Mail, telefonisch und vor Ort. 

Mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren konnte der geplante Zeitrahmen eingehalten werden. Auch finanziell blieb das Projekt im geplanten Kostenrahmen von rund 43 Mio. Euro (netto). Für den Gleis- und Haltestellenausbau sowie für den Straßenbau konnten Fördermittel in Höhe von rund 19,5 Millionen Euro aus dem Landesverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) eingeworben werden.