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Integration geflüchteter Menschen bei der rnv - „Mannheimer Modell“ geht in die dritte Runde

Seit 2017 kooperieren die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) und die Agentur für Arbeit Mannheim bei der Integration geflüchteter Menschen in Berufsleben und Gesellschaft. Das als „Mannheimer Modell“ bekannte Integrationsprojekt geht nun in die dritte Runde. In diesen Tagen beginnen insgesamt fünf Männer und eine Frau mit einem Praktikum als rnv-Fahrausweisprüfer. Wie bei den vorherigen Runden des Projekts sollen sie mittelfristig zu Stadtbahnfahrern weiterqualifiziert und dauerhaft übernommen werden. Auch mit dem Jobcenter Mannheim arbeitet der Verkehrsbetrieb eng zusammen.

Ehemalige sowie aktuelle Teilnehmer des Programms "Mannheimer Modell" mit Steffen Grimm, Bereichsleiter Personal rnv (ganz links), Carl Philipp Schöpe, Geschäftsführer Jobcenter Mannheim (2. v. r.) und Thomas Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mannheim (ganz rechts)Ehemalige sowie aktuelle Teilnehmer des Programms "Mannheimer Modell" mit Steffen Grimm, Bereichsleiter Personal rnv (ganz links), Carl Philipp Schöpe, Geschäftsführer Jobcenter Mannheim (2. v. r.) und Thomas Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mannheim (ganz rechts)

„Es freut mich, dass diese Erfolgsgeschichte weitergeht“, so Steffen Grimm, Bereichsleiter Personal der rnv. „Wir haben dieses in dieser Form bundesweit einzigartige Projekt bereits im Jahr 2017 ins Leben gerufen und es hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil unserer Personalstrategie entwickelt. Es wird allenthalben vom Fachkräftemangel gesprochen. Bei der rnv begegnen wir diesem Problem mit kreativen Wegen bei der Personalgewinnung“, erklärt Grimm. „Die Kolleginnen und Kollegen, die wir bis jetzt aus dem Programm übernehmen konnten, sind ausnahmslos hochgeschätzt und eine Bereicherung für das Unternehmen. Aber auch diejenigen, die uns verlassen haben, weil sie sich beispielsweise für einen anderen Job oder eine weiterführende Ausbildung entschieden haben, haben von dem Projekt profitiert und wichtige Schritte auf dem Arbeitsmarkt gemacht. Damit werden wir auch unserer sozialen Verantwortung als regional verwurzeltes Unternehmen gerecht. Am Ende gewinnen alle Beteiligten.“

Auch für Thomas Schulz, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mannheim, steht eine Fortsetzung des Programms außer Frage. „Diese Kooperation zeigt, was möglich ist, wenn regionale Partner Hand in Hand arbeiten und gesamtgesellschaftliche Themen wie Integration und Fachkräftemangel gemeinsam angehen. Der Erfolg des Projektes gibt uns Recht und zeigt, dass unser regionaler Arbeitsmarkt viele Chancen für Bewerber und Betriebe bietet“, so Schulz. „Entscheidend ist es, dass wir motivierte Menschen, die möglicherweise eine schwierige Ausgangsposition haben, in die Lage versetzen, diese Chancen auch zu nutzen. Und gerade hier hat das Mannheimer Modell mit seiner Kombination aus fachlicher, persönlicher und sprachlicher Qualifizierung seine Stärken. Damit leisten wir einen wesentlichen Anteil an einer erfolgreichen Integration von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft.“

Auch mit dem Jobcenter Mannheim arbeitet die rnv bei der Personalgewinnung eng zusammen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der aktuellen Runde des Mannheimer Modells wurden durch einen Bewerbertag im April bei der Jobbörse Neckarstadt-Ost auf die Ausbildungsmöglichkeiten bei der rnv aufmerksam. „Wir freuen uns über diese erfolgreiche Kooperation. Das Mannheimer Modell der rnv bietet eine hervorragende Gelegenheit, um Geflüchteten im Grundsicherungsbezug eine Perspektive in gute Arbeit zu eröffnen“, verrät Carl Philipp Schöpe, Geschäftsführer des Jobcenters Mannheim. Dementsprechend will man auch weiter eng mit der rnv zusammenarbeiten – gerade auch bei der Integration von Geflüchteten. „Durch den Zustrom von Geflüchteten aus der Ukraine seit Februar ergibt sich hier eine ganz neue Dynamik. Aufgrund der besonderen Rechtslage stehen diese Menschen dem Mannheimer Arbeitsmarkt vom ersten Tag an zur Verfügung. Die allermeisten haben zudem im Heimatland gearbeitet und entsprechend groß ist auch die Nachfrage nach einem Job, die wir in unseren Gesprächen mit den Geflüchteten wahrnehmen“, so Schöpe. „Um erfolgreich in Arbeit zu vermitteln, brauchen wir starke Partner auf der Arbeitgeberseite. Es ist gut, die rnv hier an Bord zu wissen.“

Das Mannheimer Modell

Kern des sogenannten „Mannheimer Modells“ ist die Schrittweise Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt. Am Anfang steht ein dreimonatiges Praktikum, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Deutschkenntnisse verbessern, erste Einblicke in die Berufswelt in Deutschland und auch Streckenkenntnis im Netz der rnv erlangen sollen. In einem weiteren Schritt erhalten die Projektteilnehmer dann einen zweijährigen befristeten Arbeitsvertrag, in dem sie zunächst weiter als Fahrausweisprüferinnen und Fahrausweisprüfer unterwegs sind und bei Interesse eine Ausbildung zum Stadtbahnfahrer absolvieren können. Wer diese erfolgreich abschließt, erhält dann einen unbefristeten Vertrag im Fahrdienst bei der rnv. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die am Ende nicht bei der rnv bleiben, verbessern dabei Einstiegsmöglichkeiten und Chancen für eine berufliche Zukunft in Deutschland. Dementsprechend wird das Projekt durch die Bundesagentur für Mannheim gefördert.