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Heidelberg

10 Millionen Euro für neue Elektrobusse der rnv

Im Rahmen eines feierlichen Akts hat das Bundesumweltministerium einen Förderscheck an die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) überreicht. Dieser ermöglicht die Anschaffung von 30 weiteren Elektrobussen in den kommenden zwei Jahren. Die Busse sind in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg als Ersatz für bestehende Dieselfahrzeuge sowie für Angebotserweiterungen vorgesehen.

Entsprechend dem Motto "Nicht nur auf der Schiene elektrisch" will die rnv bis zum Jahr 2030 einen Großteil ihrer bislang auf Dieselantrieb basierenden Busflotte von 126 eigenen Fahrzeugen durch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ersetzen. Nun kommt der größte ÖPNV-Betreiber der Metropolregion diesem Ziel ein großes Stück näher: Für die Anschaffung von dreißig rein elektrisch betriebenen Bussen hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit eine Förderung in Höhe von 9.998.617 Euro zugesagt. Dies entspricht einer Förderquote von 68 Prozent der Mehrkosten im Vergleich zur Anschaffung von Dieselfahrzeugen. Insgesamt wird die rnv inklusive Ladeinfrastruktur, Werkstattausrüstung und Qualifizierungsmaßnahmen rund 25 Millionen Euro in die Elektrifizierung der Busflotte investieren.

Zitate Vertreterin Bundesumweltministerium, Stadtoberhäupter und rnv-Geschäftsführung

Bei der symbolischen Übergabe der Fördergelder sprachen neben Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, auch Jutta Steinruck, Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen, Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg sowie die Geschäftsführer der rnv, Martin in der Beek und Christian Volz:

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium: "Für Städte bieten Elektrobusse große Vorteile. Sie sind nicht nur effizient und verursachen keine klimaschädlichen CO₂-Emissionen, sie stoßen auch keine Luftschadstoffe aus und sind deutlich leiser als Busse mit Dieselantrieb. Elektrobusse sorgen so auch für mehr Lebensqualität. Ich freue mich, dass wir den ÖPNV mit unserer Förderung deutlich attraktiver machen können."

Jutta Steinruck, Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen: "Der Ausbau der Elektrofahrzeugflotte hilft Ludwigshafen und der Region, einen zusätzlichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und gleichzeitig das Maß an Mobilität zu erhalten. Mitte Oktober hat auch die Stadtverwaltung Ludwigshafen ihren Fuhrpark mit 25 E-Fahrzeugen ausgestattet. Die Förderung zeigt, dass die Verkehrswende an Fahrt aufnimmt und durch den Ankauf der E-Busse die Luftqualität in der Metropolregion Rhein-Neckar weiter verbessert werden kann."

Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim: "Es freut mich sehr, dass die rnv eine so hohe Fördersumme vom Bundesumweltministerium erhält, um die Busflotte sukzessive bis 2030 durch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu ersetzen. Das ist nicht nur eine Verbesserung für Mannheim sondern auch für die Nachbarstädte Heidelberg und Ludwigshafen, mit denen wir im Masterplan Mobilität gemeinsam nachhaltige Mobilitätskonzepte entwickeln wollen. Mit einer größeren Flotte von E-Bussen und dem damit verbundenen Ausbau der E-Mobilität in Mannheim, können wir den öffentlichen Nahverkehr nachhaltig verändern und die Aufenthaltsqualität in der Stadt verbessern."

Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister der Stadt Heidelberg: "Ich bin davon überzeugt, dass wir angesichts der hohen Pendlerströme in der Region die Luftqualität nur verbessern können, wenn wir als Kommunen an einem Strang ziehen. Deshalb war und ist es das einzig Richtige, dass sich unsere drei Städte zum gemeinsamen Masterplan ‚Nachhaltige Mobilität‘ zusammengeschlossen haben. Mit der Förderzusage für 30 Elektrobusse kommen wir wieder einen großen Schritt weiter, um die Luft- und Lärmbelastung in unseren Innenstädten zu reduzieren."

Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer rnv, und Christian Volz, Kaufmännischer Geschäftsführer rnv: "Elektromobilität mit Bussen ist einerseits ein wertvoller Beitrag für einen umweltfreundlicheren öffentlichen Verkehr, andererseits aber derzeit sehr unwirtschaftlich. Denn es ist nicht allein mit der Beschaffung von Batteriebussen getan, sondern erfordert zusätzliche Investitionen in die Energieversorgung, Ladeinfrastruktur sowie in die Werkstätten und die Qualifizierung des Personals. Deshalb freuen wir uns, dass der Bund uns unterstützt und mit der Förderung einen Teil der Mehrkosten übernimmt."

Weniger Schadstoffe und Lärm für belastete Innenstädte

Im Jahr 2021 sollen die ersten 22 der Busse in Betrieb gehen, weitere acht folgen 2022. Bei allen Bussen handelt es sich um sogenannte Solobusse von zwölf Metern Länge. Antrieb und weitere Funktionen werden rein elektrisch betrieben, die Busse fahren lokal zu 100 Prozent emissionsfrei. Der Betrieb erfolgt – wie seit dem Jahr 2014 bereits bei den Straßenbahnen der rnv – mit Ökostrom. Die Ladung der Fahrzeuge erfolgt als Depotladung in den Betriebspausen. Dafür werden die rnv-Betriebshöfe mit Gleichstrom-Ladestationen ausgerüstet, die die Busse per CCS-Combo-2-Stecker mit Batteriestrom versorgen.

Von den 30 neuen Bussen werden 20 für den Ersatz von 16 dieselbetriebenen Fahrzeuge verwendet, zehn Elektrobusse erweitern das bestehende Angebot. Die Zusatzkapazität von vier Elektrobussen wird zum Ausgleich für Ladepausen benötigt. Die Verteilung der neuen Fahrzeuge erfolgt abhängig von dem vor Ort benötigten Ersatz und Zusatzangebot: 15 Elektrobusse gehen nach Ludwigshafen, acht nach Mannheim und sieben nach Heidelberg. Im Mannheimer Stadtgebiet sind dann insgesamt 14, in Heidelberg 13 Elektrobusse in Betrieb. Im Betrieb wird die rnv die Busse insbesondere auf innenstädtischen Linien einsetzen, um die Schadstoffbelastung in der Luft zu senken.

Die Reduktion von klimaschädlichen Gasen durch den Umstieg auf Elektromobilität kann sich sehen lassen. Im Rahmen der Ersatzbeschaffung spart die rnv durch den Wegfall von 16 Dieselbussen jährlich rund 1.400 Tonnen CO₂ und knapp 19 Tonnen NOx ein. Durch die Neubeschaffung emissionsfreier Fahrzeuge werden weitere 900 Tonnen CO₂ und rund 1,5 Tonnen NOx eingespart – insgesamt sind dies jährlich 2.300 Tonnen CO₂ und 20,5 Tonnen NOx. Durch die geräuscharmen Elektromotoren wird zudem die Lärmbelastung für die Innenstädte geringer.

Ein Pressefoto der Veranstaltung finden Sie hier: www.rnv-online.de/Pressebilder