rnv beim Deutschland-Tag des Nahverkehrs in Berlin

Verkehrsunternehmen aus ganz Deutschland machen in Berlin auf Handlungsbedarf im Bereich Verkehrsinfrastruktur aufmerksam.

rnv beim Deutschland-Tag des Nahverkehrs in Berlin

Oliver Wolf, Geschäftsführer VDV, Wolfgang Arnold, Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg, Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv, Ulrich Weber, Geschäftsführer Landesgruppe Baden-Württemberg, sowie Günter Schiebe und Jürgen Friedrichs, Mitarbeiter im Bereich Fahrbetrieb der rnv.

Intakte und leistungsfähige Verkehrswege, Schienen, Straßen und Wasserwege, sind die Lebensadern unserer Industriegesellschaft. Aber diese Verkehrsinfrastruktur bröckelt. Auch in der Metropolregion Rhein-Neckar und damit im Verkehrsgebiet der rnv besteht großer Investitionsbedarf.

Verkehrsunternehmen aus ganz Deutschland machten sich heute mit über 60 Linienbussen auf nach Berlin zum „Deutschland-Tag des Nahverkehrs“, um die politischen Entscheidungsträger vor dem Brandenburger Tor auf den dringenden Handlungsbedarf beim Ausbau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur hinzuweisen. Auch die rnv war mit einem Linienbus in der Hauptstadt, um sich an der Aktion zu beteiligen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und die Infrastrukturinitiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ übergaben dabei vor dem Berliner Reichstag eine Resolution an den Bundestagsvizepräsidenten Johannes Singhammer sowie weitere Parlamentarier.

„Wir appelieren am heutigen Tag eindringlich an Bund und Länder, die zukünftige Finanzierung des ÖPNV, vor allem für die Sanierung und Erneuerung der Infrastruktur, zu sichern,“ so Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv heute in Berlin. In der Beek war wie viele Vorstände und Geschäftsführer anderer Verkehrsunternehmen mit an die Spree gereist, um den Forderungen nach einer dauerhaft ausreichenden Finanzierung der Infrastruktur Nachdruck zu verleihen. „Gerade wir als rnv, im Verbund mit den örtlichen Muttergesellschaften und Aufgabenträgern, mit einem weit ausgedehnten Schienennetz, mit zahlreichen kostenintensiven Bauwerken wie Brücken und Tunnel, haben ein besonderes Interesse daran, dass die Politik hier nun schnell und entschlossen handelt. Eine prosperierende Region wie die Metropolregion Rhein-Neckar braucht einen leistungsfähigen Nahverkehr, um den Menschen, die in der Region leben, lernen und arbeiten, ein großes Stück Lebensqualität zu sichern“. Dazu muss die rnv gemeinsam mit ihren Muttergesellschaften bestehende Bahnanlagen, Haltestellen und Fahrzeugflotten allerdings regelmäßig instandhalten und fortwährend ausbauen.

So sind beispielsweise in Ludwigshafen Straßenbahn-Teilstrecken bereits an ihrer Verschleißgrenze angelangt, wie etwa auf der Strecke nach Friesenheim. Insgesamt werden in Ludwigshafen 70 Mio. € zur Instandsetzung und Modernisierung benötigt, die von der Stadt und rnv ohne Unterstützung von Land und Bund nicht getragen werden können. In Heidelberg wiederum machen steigende Einwohnerzahlen und eine damit einhergehende dynamische Stadtentwicklung große Investitionen in den Ausbau des ÖPNV, wie zum Beispiel das Mobilitätsnetz Heidelberg, notwendig. Allein für das Mobilitätsnetz sind Investitionen in Höhe von gut 160 Mio. € nötig. In Mannheim wird zur Zeit mit der Stadtbahn Mannheim-Nord eine der letzten großen Lücken im Verkehrsnetz geschlossen. Hinzu kommen wichtige Erneuerungsmaßnahmen. In den kommenden Jahren werden für die Erneuerung und den Ausbau der Infrastruktur in Mannheim rund 200 Mio. € benötigt. Zudem muss im gesamten Netz der rnv in den 20iger Jahren die dann über 30 Jahre alte Stadtbahnflotte erneuert werden.

„Der Investitionsbedarf ist hoch“, fasst in der Beek die Situation zusammen, „Viele große und kleine ÖPNV-Projekte, die die Region dringend braucht, müssen frühzeitig geplant werden. Unser großes Problem ist aber, dass schon heute die Mittel nicht ausreichen und uns eine langfristig verlässliche Finanzierungsbasis fehlt.“ Deutschlandweit hoffen Verkehrsunternehmen und Kommunen, dass sich an dieser Situation bald etwas ändert.

rnv Servicenummer:
0621 465 4444