Service und Sicherheit
Ein hohes Maß an Sicherheit gehört zu den Grundvoraussetzungen einer hohen Akzeptanz des öffentlichen Personennahverkehrs. Um ein möglichst hohes Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zu erreichen, setzt die RNV auf eine Kombination aus Technik, Kommunikation und persönlicher Begleitung.
Service- und Sicherheitsteam
Um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste weiter zu verbessern, setzt die RNV seit Oktober 2009 mobile Serviceteams ein, die unmittelbar auf spezielle Kundenbedürfnisse reagieren und Fahrgästen gezielte Unterstützung leisten können.
In mehreren Teams mit wechselnder Besetzung begleiten insgesamt 14 Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter jeweils einzelne Linien im gesamten RNV-Netz und stehen hierbei den Kunden in nahezu allen Belangen des ÖPNV als zuverlässige und kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Damit die Teams von den Fahrgästen auch gleich erkannt werden, tragen die Servicekräfte RNV-Dienstkleidung. Mit einem Handfunkgerät und Mobiltelefonen ausgerüstet, haben sie jederzeit Kontakt zur Leitstelle und natürlich auch untereinander.
Zu ihren Aufgaben gehören neben der Hilfestellung für Fahrgäste auch die Überwachung des Rauchverbots, Fahrgäste vor möglichen Übergriffen Dritter zu schützen und bei Großveranstaltungen für ein zügiges und sicheres Ein- und Aussteigen zu sorgen. Die Mitarbeiter haben dabei das Recht, unberechtigten Personen den Aufenthalt an Haltestellen und in Fahrzeugen zu untersagen. Gleichzeitig melden die Mitarbeiter Schäden, die dann durch die RNV-Haltestellen-Service-Gruppe behoben werden können.
Videoüberwachung
80 Prozent der RNV-Busse sind mit Videoüberwachungsanlagen aus- oder nachgerüstet , von den Straßen- und Stadtbahnen sind etwa 30 Prozent mit Kameras ausgestattet. Neu bestellte Fahrzeuge werden bereits ausschließlich mit entsprechender Videoausstattung in Betrieb genommen.
Aufzeichnungen werden bis zu 48 Stunden gespeichert. So dient die Videoüberwachung innerhalb der Fahrzeuge nicht nur der Prävention, sondern leistet auch wertvolle Unterstützung bei der Aufklärung von Straftaten.
Persönliche Ansprache
Zusätzlich zu den technischen Maßnahmen setzt das die RNV jedoch verstärkt auf die Möglichkeit einer direkten und zeitnahen Kommunikation. Das Fahrpersonal der RNV hat deshalb jederzeit Funkkontakt zur zentralen Leitstelle des Unternehmens. Rettungs- und Hilfskräfte können von hier aus im Bedarfsfall unmittelbar informiert und im gesamten RNV-Verkehrsgebiet angefordert werden.
Seit September 2009 kümmert sich eine Haltestellen-Service-Gruppe um die Sauberkeit der Haltestellen, die Fahrkartenautomaten und die Fahrplaninformationen. Denn saubere und gepflegte Haltestellen-Anlagen bilden die Voraussetzung für ein als sicher empfundenes Umfeld.
Zusammenarbeit mit der Polizei
Parallel dazu werden in unregelmäßigen Abständen zusätzliche Schwerpunktkontrollen in den RNV-Fahrzeugen durchgeführt, bei denen die Fahrausweisprüfer des Verkehrsunternehmens gemeinsam mit uniformierten Polizisten auftreten. Ebenfalls gemeinsam zeigen Polizei und RNV deutlich auf, welche Möglichkeiten auch die Fahrgäste zur Selbsthilfe in kritischen Situationen haben.
In Mannheim und Heidelberg hat die RNV darüber hinaus im Januar 2010 damit begonnen, das vom LKA Baden-Württemberg initiierte Präventionsprojekt „Tu Was!" zu unterstützen. Die Aktion „Tu was" gibt sinnvolle Hinweise und Tipps, die eine Einmischung im Interesse des Opfers und zum eigenen Schutz möglich machen. In einemPolizei-Workshop „Zivilcourage als Risiko?" werden Strategien zur Zivilcourage vorgestellt. Das Angebot richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene.
Zusammenarbeit mit Kommunen
Im Interesse der Sicherheit von Fahrgästen in Bussen und Bahnen hat die RNV zusammen mit Verantwortlichen der Stadt Ludwigshafen, der Polizei, des Kriminalpräventionsrates und weiterer Verkehrsunternehmen, ein erweitertes Sicherheitskonzept erarbeitet.
Nach einem „Runden Tisch" mit Fachleuten der verschiedensten Abteilungen wurden in einem darauf folgenden „Spitzengespräch" mit Vertretern der Stadt und des ÖPNV verschiedene weitergehende Maßnahmen zur Sicherheit in Bussen und Bahnen festgelegt.
RNV bildet School Scouts seit dem Schuljahr 2004/05 aus
Ausschließlich positive Erfahrungen hat die RNV in den vergangenen Jahren mit der Ausbildung sogenannten "School Scouts", den Schulwegbegleitern, in Ladenburg, Weinheim und Mannheim gemacht. Hier vermitteln eigens dazu ausgebildete Schülerinnen und Schüler ihren Kameraden sozialverträgliches Verhalten in Bussen und Bahnen, wirken in Konfliktsituationen streitschlichtend und senken durch ihr vorbildliches Verhalten auch das Aggressionspotential mitfahrender Schülerinnen und Schüler.
RNV Busschule
Um Stress-Situationen bei Fahrgästen und Fahrpersonal gleichermaßen vorzubeugen und insbesondere möglichen Gefahrensituationen durch mangelndes Verhalten an Haltestellen und während der Fahrt entgegenzuwirken, bietet die RNV Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an einer Busschule an.
Unter dem Titel „Sicher und bequem ans Ziel" stellt eine Broschüre der RNV die wichtigsten Service- und Sicherheitseinrichtungen der RNV dar. Erhältlich ist dieser Flyer in allen RNV-Kundenzentren und liegt auch in öffentlichen Gebäuden und Schulen griffbereit zur freien Mitnahme aus. Zudem werden wertvolle Hinweise der Polizei für das richtige Handeln in Problemsituationen künftig direkt an den Wänden und Decken der Busse und Bahnen dargestellt.