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Straßenbahn nach Kirchheim

Willkommen auf der Linie 26 nach Kirchheim!

Nach mehr als zehn Jahren Planung nahm am 9. Dezember 2006 die neue Straßenbahnlinie vom Bismarckplatz nach Kirchheim den Betrieb auf. 

Oberbürgermeisterin Weber: "Die Neubaustrecke zwischen Römerkreis und Kirchheim erschließt Heidelbergs zweitgrößten Stadtteil optimal in zentraler Lage und bringt gleichzeitig eine Aufwertung des Ortskerns mit sich, wie sie so ohne den Bau der Trasse nicht hätte verwirklicht werden können. Die Eröffnung der Strecke nach Kirchheim ist - nach über einem Jahrzehnt intensiver Diskussionen, Planungen und politischer Entscheidungen - ein Markstein in der Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs in Heidelberg. Die Stadt, die Heidelberger Straßen- und Bergbahn AG (HSB) und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH knüpfen damit an die großen Epochen des Straßenbahnbaus in Heidelberg an."

An den Baukosten in Höhe von rund 40 Millionen Euro beteiligte sich das Land mit rund 29 Millionen Euro .

Auch für die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV), die neben der Heidelberger Neubautrasse gleichzeitig die neue Strecke nach Mannheim-Neuhermsheim in Betrieb nahm, war der 9. Dezember 2006 ein großer Tag. "Damit bringen wir noch mehr öffentlichen Nahverkehr in die Metropolregion Rhein-Neckar" so Andreas Kerber, Kaufmännischer Geschäftsführer der RNV.

Die Fahrt zwischen dem Bismarckplatz und Kirchheim wird gegenüber dem Bus um rund sechs Minuten verkürzt - und das weitestgehend ohne Stau. Die Neubautrasse erweitert das Heidelberger Straßenbahnnetz um 4,4 Kilometer. Zwischen Römerkreis und der Endstelle in Kirchheim gibt es neun Haltestellen - alle selbstverständlich barrierefrei. Die Zahl "6" im Namen der Linie 26 erinnert daran, dass Kirchheim schon einmal Straßenbahnanschluss hatte: 62 Jahre lang, zwischen 1910 und 1972, fuhr die Linie 6 über Rohrbach nach Kirchheim.

Zeittafel

Februar 1910

Linie 6 nach Kirchheim über Rohrbach nimmt Betrieb auf

Oktober 1972

Stilllegung der Linie 6

25. Juli 1996

Gemeinderat beschließt den Bau einer Straßenbahn nach Kirchheim (Trassenvariante A über Schwetzinger Straße)

Herbst 1998

Erste Planoffenlage

März bis Juni 1999

Überarbeitung der Planung

2001-2002

Umfangreiche Variantenprüfung

Herbst 2002

Zweite Planoffenlage

9. März 2004

Planfeststellungsbeschluss

21. Juli 2004

Erster Spatenstich

9. Dezember 2006

Einweihung der Linie 26 nach Kirchheim

10. Dezember 2006

Aufnahme des fahrplanmäßigen Betriebs


Die Neubaustrecke in Zahlen

Gleistrasse

4.400 Meter, davon 3.300 Meter zweigleisig und 1.100 Meter eingleisig; 1.100 Meter kontinuierlich eingebettetes Schienenlagersystem, 2.600 Meter Rasengleis, 14.500 Tonnen Beton in der Gleistrasse

Weichen

15 Weichenverbindungen, eine 4-Fach-Kreuzung (Römerkreis)

Haltestellen

9 behindertengerechte Haltestellen, davon eine als Mittelbahnsteig, alle ausgerüstet mit Wartehäuschen

Fahrleitung

3.400 Meter Hochkettenfahrleitung, 1.000 Meter Einfachfahrleitung; 220 Fahrleitungsmaste; Stromversorgung über 3 Gleichrichterunterwerke

Signaltechnik

Neubau von Fahrsignalanlagen auf den eingleisigen Strecken, Neubau von 21 Lichtsignalanlagen an Knotenpunkten

Leitungsbau

35 Kilometer Leerrohre für Lichtsignalanlagen und Beleuchtung, 18 Kilometer für die HSB, 60 Kilometer Leerrohre für Strom mit ca. 200 Hausanbindungen; 2.250 Meter Kanal mit 1.950 Meter Hausanschlussleitungen, 14.500 Meter Gas- und Wasserleitungen mit 330 Hausanschlüssen

Grünanlagen

Neupflanzung von 160 Bäumen, ca. 2.600 Quadratmeter Rasengleis

Höherwertiger Ausbau

5.500 Quadratmeter Natursteinpflaster, 1.500 Meter Granitbordstein

Quelle: Stadt Heidelberg