"Sicher auf dem Schulweg": so viele Teilnehmer wie nie

Rund 147.000 Schülerinnen und Schüler nutzen täglich im Schülerverkehr die Busse und Straßenbahnen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv). In den stark frequentierten Fahrzeugen geht es oft laut und lebhaft zu. Das stellt besonders jüngere ABC-Schützen und Neueinsteiger weiterführender Schulen vor Herausforderungen. Zur Unterstützung der Schulkinder startete die rnv bereits vor über vier Jahren in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Rhein-Neckar/Heidelberg und verschiedenen Schulen und Polizeidienststellen die Aktion "Sicher auf dem Schulweg".

"Sicher auf dem Schulweg": so viele Teilnehmer wie nie

Schülerin Lara Gräber vom Liselotte-Gymnasium Mannheim mit Fahrlehrer Michael Kraus (rnv) beim Straßenbahn-Fahren. Foto: rnv GmbH/Haubner

Mit der feierlichen Übergabe der Zertifikate haben in diesem Jahr 60 Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen in Mannheim, Heidelberg und Neckargemünd erfolgreich den zehnwöchigen Ausbildungsgang zum Schulwegbeleiter oder Schulradlotsen beendet. Das ist die bislang höchste Teilnehmerzahl seit Einführung des Programms. "Wir freuen uns sehr über die große Resonanz der weiterführenden Schulen und das vorbildliche Engagement der Jugendlichen", sagt Uwe Blümler, Aus- und Weiterbildung Fahrbetrieb der rnv. "Durch die Ausbildung tragen sie zu mehr Sicherheit auf dem Schulweg und einem rücksichtsvollen und fairen Umgang untereinander bei."

Die Schulwegbegleiter/innen und Schulradlotsen/innen werden geschult, wie sie sich bei Konflikten zwischen Gleichaltrigen in Bussen und Bahnen sowie im Haltestellenbereich verhalten sollen und gestalten den Schulweg für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sicherer und angenehmer. Zudem unterstützen sie Mädchen und Jungen der fünften Klassenstufen auf dem Weg zur Schule und nach Hause. Im Bedarfsfall erhalten sie praktische Unterstützung vom Fahrpersonal. "Ich hätte in der fünften Klasse gerne selbst eine Begleitung auf dem Schulweg gehabt", erklärt Mira, Schulradlotsin des Max-Born Gymnasiums in Neckargemünd, ihre Teilnahme. "Außerdem wollte ich mich an meiner Schule sozial engagieren."

Ein Training in Bus und Straßenbahn, bei dem die Jugendlichen selber eine Straßenbahn steuern durften, Verkehrserziehung mit Unterstützung der Polizei und ein Kommunikationstraining in enger Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Rhein-Neckar/Heidelberg ermöglichen, dass die Schülerinnen und Schüler situationsangemessen reagieren können. "In vielen praxisnahen Übungen lernen die Jugendlichen, wie sie in kritischen Situationen einen klaren Kopf behalten und positiv einwirken können. Sie lernen soziale Kompetenz fürs Leben. Dabei wird das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gestärkt und ihre Zivilcourage gefördert", so Uwe Blümler. Ein Erste-Hilfe-Kurs und ein Selbstsicherheitstraining runden die Ausbildungsinhalte ab. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung wird den Schülerinnen und Schülern mit einem Zertifikat bescheinigt. Dieses kann ihnen, vergleichbar mit anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten, als zusätzliche Qualifikation in ihrem weiteren Leben hilfreich sein.

Schulwegbegleiter/innen von morgen gesucht

Der nächste Ausbildungsgang startet im Frühjahr 2019. Die rnv freut sich über weiteren Zuwachs und steht für Fragen von interessierten Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern und Lehrern unter der E-Mail-Adresse sicherunterwegs@remove-this.rnv-online.de zur Verfügung.

Mehr Informationen zur Sicherheit von Schülerinnen und Schülern im Nahverkehr vermitteln die rnv-Spots "…auch nicht das Gelbe vom Ei". Die Clips sind auf der Internetseite www.rnv-online.de/sicher-unterwegs veröffentlicht und auch auf dem YouTube-Kanal der rnv unter www.youtube.com/RNVgmbh zu finden.

rnv Servicenummer:
0621 465 4444